Durch das im Vorfeld erstellte Feinkonzept konnte ein störungsfreier Betrieb der betriebskritischen Systeme sichergestellt werden. Unsere Anwender haben von dem Umzug deshalb nichts bemerkt.
Sascha Müller, Leiter der IT-Abteilung der Ruland Kliniken
Die RULAND KLINIKEN bilden einen Verbund von drei Reha-Kliniken mit den Standorten Waldbronn, Dobel und Bad Herrenalb. Hier, im nördlichen Schwarzwald zwischen Pforzheim und Karlsruhe, werden in über 800 Patientenbetten die Indikationen Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Onkologie abgedeckt. Eine funktionierende Vernetzung unterhalb der Kliniken ist dabei eine wichtige Vorraussetzung um eine erfolgreiche Therapie garantieren zu können.
Vor einiger Zeit stand die IT-Abteilung der Ruland Kliniken vor der Entscheidung, die veraltete Hardware durch eine neue zu ersetzen oder eine alternative Lösung zu suchen. Außerdem sollten die Dienste an einem Standort zentralisiert werden. Schnell war klar, dass die Lösung in der Virtualisierung lag.
Server-Konsolidierung statt kompletter Hardware-Neuanschaffung in den Ruland Kliniken. Aufbruch in die virtuelle IT-Welt!
Für Sascha Müller, Leiter der IT-Abteilung, war die Virtualisierung einer IT-Infrastruktur zunächst Neuland. So war er froh, mit der Firma All for One. Enterprise Solutions GmbH einen Partner mit Erfahrungen gefunden zu haben. In der Planungsphase zeigte sich, dass durch den Einsatz des VMWare ESX Servers von VMware die Anforderungen besonders gut erfüllt werden.
Ebenso wichtig wie die Hardware-Unabhängigkeit war die Unterstützung der unterschiedlichen Betriebssysteme. Denn die Ruland Kliniken setzen nicht nur Windows-Server, sondern auch diverse Linux Derivate ein. Durch die dynamische Zuteilung von Systemressourcen (DRS ) und das Verschieben virtueller Maschinen im laufendem Betrieb (VMotion ) wurde auch die Ausfallsicherheit neu besprochen.
Im Frühjahr 2009 fiel der Startschuss für die Migration. Drei HP ProLiant ML370 mit jeweils 3.00 GHz Quad Core CPU und 52 GB Hauptspeicher wurden mit VMware ESX 3.5 aufgesetzt. Eine HP EVA4400 SAN (Storage Area Network) Storage mit 5,8 TB sorgt für genügend Speicherplatz, Ausfallsicherheit und die Möglichkeit, die virtuellen Maschinen mittels VMotion zu verschieben. Nach Einbau und Installation konnte es an die Erstellung der virtuellen Maschinen gehen. Die Ressourcenzuteilung wie Prozessor, RAM und Speicherplatz auf der SAN wurden bereits im Kick-Off- Meeting vorab definiert.
Die Planung sah vor, die Standorte nacheinander umzuziehen. Die physikalischen Server wurden auf den neuesten Stand gebracht, um sie danach mittels VMWare Converter auf die virtuelle Umgebung zu migrieren.
Nach einer Woche Testphase und Feintuning am Hauptstandort Waldbronn konnten nun die Kliniken in Bad Herrenalb und Dobel migriert werden. Hierzu wurden die relevanten Daten in das Rechenzentrum nach Waldbronn überspielt. Die Fileserver wurden nachts immer wieder synchronisiert, um den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu stören.
Die Systeme der Therapieplanung das KIS wurden im Vorfeld konvertiert und zum Test in die virtuelle Umgebung eingespielt. Auch hier sollte eine Synchronisation der Datenbanken am Tag der Umschaltung den letzten Stand ergeben. Die E-Mail Postfächer der Benutzer wurden auf den Exchange-Server am Hauptstandort Waldbronn migriert. Zeitgleich wurde noch eine Citrix-Farm auf physischen Servern aufgebaut, um die alten Terminalserver zu ersetzen.
Bis auf wenige Ausnahmen, die USB oder ISDN Anschluss benötigen, konnten alle Systeme in die virtuelle Welt übertragen werden. Insgesamt wurden 25 physische, auf 3 Standorte verteilte Server zentral an einem Standort auf 3 ESX Server migriert.
Dadurch entstanden Einsparungen von Hardware und Stromkosten, die aus dem Betrieb der Server und der Kühlung resultieren. Zudem ergaben sich Einsparungen von Rack-Plätzen in den Serverräumen.
Die User haben vom Umzug nichts bemerkt:
Durch das im Vorfeld erstellte Feinkonzept der All for One Enterprise. Solutions GmbH und der IT-Abteilung der Ruland Kliniken konnte hier ein störungsfreier Betrieb der betriebskritischen Systeme sichergestellt werden, erläutert Sascha Müller. Unsere Anwender haben von dem Umzug nichts bemerkt.
Nicht nur während des Umzugs profitierten die Kliniken von der neuen Infrastruktur. So lässt sich die Umgebung weitaus einfacher und effizienter verwalten als die alte Hardware, die die bekannte Heterogenität bei Soft -und Hardware aufwies. Zentral verwaltet wird die Infrastruktur mithilfe des Managementtools Virtual Center von VMware.
Ein weiterer großer Vorteil war die Bereitstellung neuer Server, die binnen Minuten ihre Dienste aufnehmen können. Die Beschaffung neuer Server fällt somit komplett weg.
Zusätzlich wurde die neue Infrastruktur mit der Update-Manger-Erweiterung ausgestattet, womit von zentraler Stelle aus nun Bug Fixes, Updates und Security Patches eingespielt und der Patch Status überwacht werden kann.
Die Investition für die Virtualisierung, war zwar nicht aus der Portokasse zu zahlen, erläutert Geschäftsführer Roland Grimmelsmann. Die Einsparungen sind allerdings enorm. Dies trifft nicht nur auf die Entlastung der IT-Abteilung zu, sondern zum Beispiel auch auf Stromkosten und künftige Hardware Investitionen.
Komplette Server lassen sich viel schneller herstellen:
Bei Veränderungen der Infrastruktur in diesen Größenordnungen mussten auch noch andere Aspekte in Betracht gezogen werden, wie WAN Struktur (Wiede Area Network) und Backup. Die WAN Struktur musste so ausgelegt werden, dass die Dienste, die nun zentral im Rechenzentrum laufen, nahezu immer erreichbar sind. Hierfür wurde eine Ringvernetzung der drei Standorte mit redundanten Routern installiert.
Das Backup erfolgt an einem separaten Storage-Server, der ebenfalls auf HP-Hardware basiert. Das Besondere ist nun, dass die Datensicherung weiter wie gewohnt auf Datei und Datenbankebene sichert, zusätzlich aber noch die virtuellen Maschinen im laufenden Betrieb kopiert und auslagert. Somit können komplette Server deutlich schneller wieder hergestellt werden. Die Anschaffung der HP StorageWorks MSL2024 Library komplettiert das Disk-to-Disk-to-Tape Backup-Konzept der Ruland Kliniken.
Insgesamt lässt die virtuelle Infrastruktur nahezu keine Wünsche offen und konnte die IT-Abteilung und die Geschäftsführung der Ruland Kliniken überzeugen.
Ruland Klinken GmbH & Co. KG
Gisela-und-Hans-Ruland-Straße 1
76337 Waldbronn
www.ruland-kliniken.de